Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen

Sicherlich laden die Gewässerrandstreifen und Uferbereiche der Gewässer zum Spazierengehen oder Hundeausführen ein. Wir möchten Sie aber bitten die Randstreifen nicht zu betreten oder zu befahren. Sie wurden eingerichtet um dem Gewässer Platz für seine natürliche dynamische Entwicklung zu ermöglichen, als Pufferzone zu anliegenden Flächennutzungen und als Schutzstreifen für wildlebende Tiere und Pflanzen. Lassen Sie der Natur bitte Ihren Rückzugsraum. Es sind nicht an jedem Randstreifen Hinweisschilder angebracht, dennoch bitten wir Sie um Schonung dieses Naturraums.

Weiterhin möchten wir an die geltenden Regeln während der Brut- und Setzzeit (01.04. bis 15.07.) erinnern:

– auf den ausgewiesenen Wegen bleiben
– Hunde beim Spaziergang an die Leine nehmen
– Junghasen und Rehkitze nicht berühren

weitere Infos der Jägerschaft Hannover Land zur Brut- und Setzzeit

Hinweisschild zum Schutz der Gewässerrandstreifen

Das beschäftigt uns im Moment

Nachdem das letzte Jahr im besonderen Maße herausfordernd war, sieht es gesellschaftlich, persönlich und arbeitstechnisch noch nicht nach Besserung aus. Durch die Anwendung und Etablierung digitaler Werkzeuge konnte die Arbeit der Geschäftsstelle weitestgehend uneingeschränkt ablaufen. Leider sind die Kommunikations- und Austauschmöglichkeiten, wie Gremiensitzungen und Gewässerschau, etwas auf der Strecke geblieben. Zum Glück konnten wir 2020 noch ganz kurz vor dem ersten Lockdown unsere Verbandsversammlung durchführen. Der Gedanke, dass diese in diesem Jahr in präsenz und wie gewohnt stattfinden kann wurde sehr schnell verworfen. Um Sie aber auf dem Laufenden zu halten, hier eine Auswahl der aktuellen Themen:

 

  • Anpassung der Satzung um einfach und zeitgemäß Onlinesitzungen sowie Onlinebeschlüsse möglich zu machen
  • letzte Abstimmungen zum Jahresabschluss 2020 und Haushaltsplan 2021
  • verschiedene verwaltungstechnische Aufgaben wie: Anpassung der Stellenbeschreibungen, Geschäftsordnung oder Vereinfachung von Verwaltungsabläufen
  • Weiterverfolgung verschiedener Projekte wie: Quellsümpfe, Auenentwickung am Fuchsbach (Biber), Durchgängigkeit am Wennigser Mühlbach, Steigerung der Biodiversität im Gewässerumfeld oder Erledigung von Restarbeiten abgeschlossener Projekte

 

Es ist geplant kurzfristig Gremiensitzungen abzuhalten, um die für dieses Jahr wichtigen Beschlüsse fassen zu können. Aktuell steht der Weg leider noch nicht offen alle Abläufe digital abzuwickeln, weshalb es notwendig werden wird den klassischen Weg der analogen, schriftlichen Beschlussfassung zu gehen. Die Gremienmitglieder werden frühzeitig über das weitere Vorgehen informiert.

Wir hoffen sehr darauf bald wieder mit Ihnen zusammen an einem Tisch sitzen oder gemeinsam am Gewässer entlang gehen zu können. Bleiben Sie gesund und wenden Sie sich bei Fragen bitte gerne an die Geschäftsstelle.

Außerkrafttreten der Artenschutzausnahmeverordnung verursacht erhöhten Aufwand bei der Planung und Durchführung der Gewässerunterhaltung

Die Gewässerunterhaltung als öffentlich-rechtliche Verpflichtung hat nicht nur den ordnungsgemäßen und schadlosen Wasserabfluss zu gewährleisten, sondern auch die Funktionen des Gewässers als Teil des Naturhaushaltes zu berücksichtigen. […] Insbesondere der Vollzug des Artenschutzrechts und die Einhaltung der artenschutzrechtlichen Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) bei der Gewässerunterhaltung stellt auch den Unterhaltungspflichtigen vor eine große Verantwortung“ (NLWKN 2017: 2f).

Am 31.07.2017 ist die Niedersächsische Verordnung über die allgemeine Zulassung von Ausnahmen von artenschutzrechtlichen Verboten bei Unterhaltungsmaßnahmen (NArtAusnVO) außer Kraft getreten (ebd.). Nun sind die Unterhaltungspflichtigen gezwungen sich darüber zu informieren ob besonders oder streng geschützte Arten in den zu pflegenden Gewässerabschnitten vorkommen und die Arbeiten so anzupassen, dass die anzutreffende Art nicht beeinträchtigt wird (ebd.). Dies ist eng mit den zuständigen Behörden ab-zustimmen und der Abwägungsprozess ist ausführlich zu dokumentieren (ebd.).

Zur Arbeitserleichterung wurde am 06.07.2017 vom MU ein Leitfaden bekannt gemacht, der eine Hilfe zur Berücksichtigung artenschutzrechtlicher Belange bei Maßnahmen der Gewässerunterhaltung in Niedersachsen darstellt.

Fazit: Für unsere Arbeit als Unterhaltungspflichtige bedeutet das Außerkrafttreten der NArtAusnVO einen erheblicheren Mehraufwand bei der Planung von Pflegemaßnahmen am Gewässer. Betroffen sind sämtliche Arbeiten von der Pflege der Gehölze und Randstreifen bis hin zur Unterhaltung der Gewässersohle. Zeitgleich ist es aber auch eine Chance den Artenschutz an den Gewässern voranzutreiben. Der vom MU bekanntgemachte Leitfaden zum Artenschutz bei der Gewässerunterhaltung soll dabei helfen die rechtlichen Rahmenbedingungen einzuhalten und Konflikte zu minimieren.

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