Verlegung der Arnumer Landwehr

12/2024 Verlegung der Arnumer Landwehr zwischen Arnum und Harkenbleck

Bild

Übersichtsplan Verlegung der Arnumer Landwehr

Projektbeteiligte

Gewässer- und Landschaftspflegeverband Mittlere Leine (GLV 52)

Stadt Hemmingen

Anlieger (Teichbewirtschafter)

Ausganssituation/Voraussetzungen

Der beplante Abschnitt der Arnumer Landwehr verläuft zwischen Arnum und Harkenbleck von Nordwest nach Südost und südlich einer großen ausgekiesten Teichfläche, eingerahmt von Wald- und Ackerflächen. Zwischen der Arnumer Landwehr und dem nördlich anschließenden Teich besteht ein schmaler Damm. Dieser ist durch Wühlaktivitäten von Biber und Nutria stark erodiert und weist immer wieder Hohlräume auf.

Das Ziel war die Verlegung der Arnumer Landwehr auf die südlich angrenzenden Flächen und somit in größere Entfernung zum Damm zu verlegen. Die für die Fließgewässer- und Biotopentwicklung notwendigen Flächen, wurden seitens der Stadt Hemmingen zur Verfügung gestellt. Der neue Verlauf wurde naturnah gestaltet und die umliegenden Flächen ökologisch aufgewertet.

Durchführung

Die Planung wurde im Frühjahr 2025 von der Wasserbehörde genehmigt. Anschließend wurde die Ausschreibung vorbereitet und die Umsetzung startete im Herbst 2025. Bis zum Jahresende 2025 konnte der neue Verlauf angelegt und Flächen für zukünfitge Feucht- bzw. Nasswiesen sowie einem Sandfang abgegraben werden.

Im Frühjar 2026 erfolgte der Anstich des neuen Verlaufs zusammen mit der Stadt Hemmingen. Der alte Verlauf musste zur Sicherung verfüllt werden. Der überschüssige Boden konnte als Vorschüttung für den Damm unterhalb der Verlegungsstrecke verwendet werden, um ein Durchgraben zu erschweren.

Zur Sicherung von Anpflanzungen gewässertypischer Gehölze wurden Wildschutzzäune in zwei Bereichen gesetzt und der Bau durch die Einsaat von regionalem Saatgut für die Entwicklung von Grünland im März 2026 abgeschlossen werden.

Ökologische Bewertung

Die zur Verfügung gestellten Flächen sollen sich auf lange Sicht hin zu einer gewässertypischen Auenfläche mit standortgerechter Vegetation und Gehölzen entwickeln. Dies soll durch natürliche Sukzession und eigendynamische Entwicklungsprozesse des Gewässers sowie Initialpflanzungen und Einsaat von Regiosaatgut erreicht werden. Es wird die maximal mögliche ökologische Aufwertung unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten angestrebt und die Flächen mit etwa 43.000 Ökopunkte aufgewertet.

Finanzierung und Förderung

Die Maßnahmenumsetzung wird von der Stadt Hemmingen finanziert, die im Gegenzug alle entwickelten ökologischen Wertpunkte erhält.

Fotos

Ihr Anliegen

Ihr Anliegen:
Bitte melden Sie uns Ihre Anliegen unter nachfolgendem Link:

Zur Verbandskarte >